Von Kay Körner, Dresden - Kay Körner, Dresden, CC BY-SA 2.5, Link
Das Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden ist die traditionsreiche Heimspielstätte des Fußballvereins SG Dynamo Dresden. Direkt am Großen Garten gelegen und im Besitz der Stadt Dresden, trägt es seit 2018 wieder offiziell den Namen des Dresdner Mittelstreckenläufers Rudolf Harbig. Ursprünglich wurde an dieser Stelle bereits 1896 ein Sportplatz errichtet, der später mehrfach erweitert und umgebaut wurde. In der DDR-Zeit trug die Arena zeitweise den Namen „Dynamo-Stadion“ und fasste während der Oberliga-Spiele bis zu 38.500 Zuschauer. Inoffiziell soll der Rekord bei 44.000 Besuchern gelegen haben, als Dynamo Dresden 1979 im UEFA-Pokal auf den VfB Stuttgart traf.
Zwischen 2007 und 2009 entstand an alter Stelle ein reines Fußballstadion mit komplett überdachten Rängen, das Platz für 32.249 Zuschauer (davon rund 21.000 Sitzplätze und 11.000 Stehplätze) bietet. Bei Spielen von Dynamo Dresden werden jedoch oft bestimmte Bereiche als Pufferzone freigehalten, sodass die offizielle Auslastungsgrenze niedriger liegt. Markant ist die steile Bauweise der einrangigen Tribünen, welche für eine intensive Atmosphäre sorgt. Im Zuge des Neubaus mussten die berühmten schräg stehenden Flutlichtmasten – liebevoll „Giraffen“ genannt – weichen, die über Jahrzehnte das Stadtbild prägten.
Seit seiner Eröffnung fand das Stadion mehrfach für nationale und internationale Wettbewerbe Beachtung, darunter Spiele bei der U-20-WM der Frauen 2010 und der Frauen-WM 2011. Auch Länderspiele der deutschen Herren- und Frauen-Nationalmannschaften wurden im Rudolf-Harbig-Stadion ausgetragen. Neben den Fußballpartien von Dynamo Dresden dient es zudem als Bühne für den American-Football-Club Dresden Monarchs und für Großveranstaltungen wie Eishockey-Freiluftspiele oder Konzerte.
Trotz verschiedener Namenssponsoren (u. a. „glücksgas stadion“ und „DDV-Stadion“) kehrte man schließlich zum traditionellen Namen zurück. Das Rudolf-Harbig-Stadion bleibt damit ein Symbol für die Verbindung von sportlicher Leidenschaft und Dresdner Stadtgeschichte. Bis heute zieht es Tausende Fans an, die hier ihre Mannschaft im typisch gelb-schwarzen Hexenkessel anfeuern.