Von Matthias Süßen - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link
Vom Olympia-Bau 1936 zum modernen Großstadion
Das Olympiastadion Berlin steht im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und wurde zwischen 1934 und 1936 für die XI. Olympischen Spiele errichtet. Die Bauweise ist ungewöhnlich: Das Stadion ist in den Boden eingelassen, sodass das Spielfeld deutlich unter dem Umgebungsniveau liegt. Von außen wirkt der Bau aus fränkischem Muschelkalk daher flacher, als seine 73.856 Sitzplätze vermuten lassen. Die markanten Türme am Eingang und die olympischen Ringe am Marathontor sind bis heute das Erkennungszeichen.
Umbau 2004 und heutige Nutzung
2004 wurde das Stadion für rund 242 Millionen Euro grundlegend modernisiert. Es bekam ein Dach, das die Ränge schützt, das Spielfeld aber offen lässt, außerdem neue Tribünen, VIP-Bereiche und eine zeitgemäße Medieninfrastruktur. Seitdem ist es Austragungsort des jährlichen DFB-Pokalfinales und Heimstadion von Hertha BSC. Zu den größten Veranstaltungen der letzten Jahre zählen die WM 2006 (inkl. Finale), die Leichtathletik-WM 2009 – bei der Usain Bolt in 9,58 Sekunden den 100-Meter-Weltrekord lief – sowie das Champions-League-Finale 2015 und das NFL Berlin Game 2025.
Neben Fußball finden regelmäßig Konzerte statt; das Stadion zieht jährlich rund 300.000 Besucher an.
Anreise
Die U-Bahn-Station Olympiastadion (U2) liegt direkt am Stadion. Vom Bahnhof Zoo sind es nur wenige Minuten. An Veranstaltungstagen halten zusätzliche S-Bahnen am Bahnhof Olympiastadion (S5, S75). Parkplätze am Olympiagelände sind vorhanden, aber bei Großveranstaltungen schnell belegt.